Abandoned large hotel on a cliff during stormy weather

Knochenkälte

von Simone Beckett

David Hunter #7

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Inhaltszusammenfassung laut Bücherstube:

Ein unheimliches Hotel und ein Wald voller Knochen. Der packende siebte Teil der David-Hunter-Reihe von Bestsellerautor Simon Beckett.

Das Skelett hängt in den Wurzeln einer mächtigen Fichte, die das Unwetter zu Fall gebracht hat. Das Wurzelwerk scheint über die Jahre in den verwesenden Körper hineingewachsen zu sein und hält ihn fest umklammert wie in einer Umarmung. Dr. David Hunter ist während eines Wintersturms in einer kleinen Ortschaft in den Cumbrian Mountains gestrandet. Er ist hier unerwünscht, daran lassen die Bewohner von Edendale keinen Zweifel. Beim Versuch, den grausigen Fund bei der Polizei zu melden, stellt der forensische Anthropologe fest, dass der Sturm das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat …

Rezension:

Ein ungewöhnliches Comeback einer der bekanntesten Thriller-Reihen

Es ist mittlerweile über sechs Jahre her, dass der letzte Teil der Hunter-Reihe erschienen ist. Dennoch habe ich nur wenige Seiten gebraucht, um wieder in den bekannten Turnus einzusteigen und mich wie daheim zu fühlen. Dennoch gab es einige Änderungen, die ich ehrlich gesagt so nicht erwartet hatte. Einige davon fand ich sehr passend, andere ungewöhnlich und wieder andere haben mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Da ich in meinen Rezensionen immer versuche auf Spoiler zu verzichten, finde ich es gar nicht so einfach hier darauf einzugehen. Nur soviel sei gesagt: Gerade der Anfang dieses Bandes war einfach komplett anders, als ich es von Simone Beckett gewohnt bin. So tritt in “Knochenkälte” die Handlung als solche ziemlich in den Hintergrund, der Fall kommt erstmal gar nicht ins Rollen, der Autor schafft hier allerdings eine kinoartige Atmosphäre, die mich dennoch haben die Seiten verschlingen lassen. Allerdings dauerte es doch schon sehr lange, bis es nun endlich dazukam, dass David Hunter sein Ding durchziehen konnte. Leider war es für mich so, dass dieser Aspekt allerdings so spät zugriff, dass ich bereits angefangen hatte, mich zu langweilen. Als klassischer Roman wäre dieses Buch sicherlich ein Guter gewesen, wenn ich aber einen Thriller erwarte, möchte ich nunmal auch einen bekommen. Dies ist hier leider erst sehr spät der Fall gewesen. An meiner Bewertung kann man aber denke ich, gut erkennen, dass ich das Buch im Großen und Ganzen aber wirklich genossen habe.

Beckett ändert in diesem Buch ein wenig seine Rezeptur seiner Erfolgsreihe. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, denke ich auch, dass dieses Gefühl auch bei anderen Leser:innen so angekommen ist. Ab einem gewissen Punkt hatte ich schon fast das Gefühl, dass es eigentlich kein Davin Hunter Buch sein sollte, es erst später zu einer solchen Entscheidung gekommen ist.

Das Setting des Buches ist wirklich gut aufgebaut. Man fühlt regelrecht die kalte Atmosphäre, die David Hunter in dem abgelegen Dorf empfängt. Die Dorfbewohner:innen, die scheinbar ein Geheimnis haben oder doch einfach nur abweisend sind, wenn sie Fremden begegnen? Die Charaktere, die Beckett in diesem Buch zeichnet sind schon sehr besonders, einzigartig und auch sehr eigenartig. Manche mögen diesen Punkt vielleicht als unstimmmig wahrnehmen, ich fand die beschriebene Gruppendynamik sehr passend und realistisch.

Fazit:

Auch dieses Buch der Reihe konnte mich wirklich überzeugen, wenn es auch einige Dinge gab, die ich so nicht erwartet hatte.


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