James Bond: Casino Royale von Ian Fleming

Inhaltszusammenfassung laut Amazon:
“Der britische Geheimagent wird nach Frankreich geschickt, um einen feindlichen Agenten beim Kartenspiel zu ruinieren … Geheimdienstchef M schickt Bond auf eine Mission, um einen russischen Agenten namens „Le Chiffre“ auszuschalten. Er soll ihn am Baccarat-Tisch ruinieren und so seine sowjetischen Auftraggeber zwingen, ihn in den „Ruhestand“ zu schicken. Zunächst scheint es so, als ob das Glück Bond hold ist – Le Chiffre hat eine Pechsträhne. Doch manche Leute weigern sich einfach, nach den Regeln zu spielen, und die Anziehungskraft, die eine schöne Agentin auf Bond ausübt, führt ihn zuerst ins Unglück und dann zu einem unerwarteten Retter … Jeder kennt sie: die teils stark von den Vorlagen abweichenden Verfilmungen der James-Bond-Romane. Pünktlich zum 50-jährigen Jubliäum der Filmreihe gilt es die Ian-Fleming-Originale erstmals im “”Director’s Cut”” zu entdecken! Eine der größten Filmikonen überhaupt wird 50 Jahre alt! Passend dazu kommt Ende 2012 der 23. Teil der Saga mit dem Titel „Skyfall“ in die Kinos! Cross Cult schließt sich den Jubilaren des Mythos mit einer Wiederentdeckung der meisterhaft erzählten Agenten- und Spionageromane aus der Feder Ian Flemings an und beginnt die schrittweise Veröffentlichung aller James-Bond-Originalromane. Endlich wird es möglich sein, Titel wie „Goldfinger“, „Thunderball“ oder „You Only Live Twice“ komplett in ungekürzten Übersetzungen und mit den ursprünglichen Kapitelabschnitten und -überschriften zu lesen. Es verspricht eine einzigartige James-Bond-Bibliothek zu werden, die dazu einlädt, dem Kult um den britischen Gentleman-Geheimdienstler mit der „Lizenz zum Töten“ auf den Grund zu gehen.”
Meine Meinung:
Ich hatte durchaus große Erwartungen an dieses Buch, immerhin sind wir bereits seit Jahren sehr große Bond-Fans und zu erfahren auf welcher literarischen Basis dieses riesige Franchise entstanden ist, hat mich sehr interessiert. Auch, wenn ich natürlich wusste, dass die Originalwerke nun schon einige Jahre auf den Buckeln haben, war ich doch ein wenig entsetzt, wie altbacken die Geschichte dann doch auf mich gewirkt hat. Natürlich liegt das in der Natur der Sache, bei einem Buch, dass im Original in einer Zeit erschienen ist, in der Dinge, wie Smartphones, das Internet etc. absolute Science-Fiction gewesen sind.
Generell fand ich es wirklich spannend diesen anderen Bond kennenzulernen, denn der James aus den Büchern und der Bond aus Den Filmen sind dann doch irgendwie ziemlich unterschiedliche Charaktere. Lustigerweise muss ich mittlerweile echt sagen, dass der Bond, wie ihn Craig dargestellt hat, weitaus näher am Buch ist als die anderen (die aber als Rolle und Schauspieler einen ebenfalls fantastischen Job gemacht haben). 007, den wir in diesem Buch kennengelernt haben, ist ein sehr ruhiger und auch manchmal zurückgezogener und nachdenklicher Charakter und an einer Stelle kommt sogar eine richtiggehende “Traumatisierung” ins Spiel. Oft habe ich in den Filmen ja schon gedacht, dass kein Mensch der Welt das einfach so wegstecken könnte. Diese menschliche Ader und die Ausarbeitung der Charaktere im Allgemeinen hat mir sehr gut gefallen.
Auch der Schreibstil von Fleming hat mich positiv überrascht, war aber leider teilweise doch sehr flach und hat mich daher nicht so ganz in seinen Bann ziehen können.
Leider hat mich die Handlung als solche überhaupt nicht in ihren Bann ziehen können. Selten ist es so, dass ich einen Film wirklich besser finde als das Buch, aber hier haben die Drehbuchautorinnen und -autoren einen wirklich guten Job gemacht. Auch ohne den Film zu kennen, wusste ich sehr schnell wohin die Reise geht. Und das ganze so plump, dass es einfach keinen Spaß gemacht hat zu schauen, wie wir zu diesem Ende kommen sollten.
Fazit:
Das Buch habe ich mittlerweile vor einigen Wochen zu Ende gelesen und bin immer noch hin- und hergerissen, wie ich mit den weiteren Bänden der Reihe vorgehen soll. Wirkliche Sogwirkung hat das Buch leider nicht auf mich ausgelöst.

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