Wohl das Highlight des Fragezeichen-Kosmos
Wahrscheinlich verdrehen einige von euch jetzt die Augen, weil ich schon wieder eine Rezension aus dem Drei Fragezeichen-Universum mit euch teile. Aber aktuell läuft bei mir ein Projekt in dem ich alle Folgen der Fragezeichen in der richtigen Reihenfolge höre und als ich mich langsam aber sicher dem Jubiläum näherte, desto sicherer war ich mir, dass ich dieses Mal auch endlich einmal die Buchvorlage zur Toteninsel lesen möchte. Ehrlich gesagt war mir zwischenzeitlich auch entgangen, dass Toteninsel der nächste Fall ist, der für die Kinoleinwand adoptiert wurde. Nun habe ich also direkt zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt. Wobei man ja ehrlich sagen muss, dass Karpatenhund recht wenig mit der Buchvorlage zutun hatte. Aber hierum soll es jetzt und hier ja nicht gehen.
Die Hörspiele zum 100. Fall habe ich in meiner Kindheit und Jugend einige Male bereits gehört und kannte daher bereits die Richtung, in die die Geschichte gehen würde. Aber wie so oft bei szenischen Umsetzungen, egal ob auditiv oder visuell, gab es auch hier so einiges zu entdecken, was ich nicht auf dem Radar gehabt hätte. Es ist schon spannend zu sehen, wie viele zusätzliche Stränge in so ein Buch passen ohne aber die eigentliche Geschichte zu verwirren oder gar zu verwässern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies im Hörspiel sicherlich mehr Konsequenzen gehabt hätte. Da ich in meinen Rezensionen aber immer versuche ohne Spoilern auszukommen, werde ich hierauf nicht ins Detail gehen.
Generell merkt man bereits auf den ersten Seiten des Buches (auch, wenn es ein Dreiteiler ist, spreche ich hier von einem Buch), dass wir hier nicht einen klassischen Fall aus dem Drei Fragezeichen-Kosmos vor uns haben dürften. Dabei ist es noch nicht mal besonders actiongeladen oder ähnliches. Doch der Autor dieses Bandes (André Marx) schafft hier bereits mit dem einleitenden Telefonat eine Atmosphäre, die mich wirklich beeindruckt hat, musste ich mir beim Lesen doch manchmal aktiv vor Augen halten, dass es sich hier um ein Buch handelt, dessen Zielgruppe eigentlich noch recht kindlich sein dürfte. Die Charaktere sind natürlich ein wenig gefangen in ihren vorgegebenen Eigenschaften, die sich in 99 Büchern aufgebaut haben, aber dennoch haben sie (fast) alle auch die ein oder andere Überraschung zu bieten, die aber dennoch passend scheint.
Auch treffen wir viele bekannte Rollen aus den letzten Fällen wieder und auch die Fälle selber haben gewisse Gastauftritte, denn die Kapitel des Buches sind benannt wie ehemalige Fälle der drei Detektive. Das nenne ich einmal Fanservice.
Natürlich ist die Geschichte ein bisschen over-the-top aber, wenn sich eine Reihe wohl mal erlauben darf, dann ist das eine, die nun über 100! Bücher zu verzeichnen hat. Gut mittlerweile sind es ja noch mehr als die doppelte Menge, aber ich denke die Message kam an.
Fazit:
Jeder Fan der Reihe, muss dieses Buch unbedingt gelesen haben.

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