von Klaus Teuber
Und kommt eine “Sieben” so gebrauch ich Gewalt 🙂


Das oder so ähnlich ist zumindest das Familienmotto, wenn wir uns mindestens einmal im Monat hinsetzen und mit Plätchen DIE Insel legen, um diese zu besiedeln. Wir “siedlern”! Das mittlerweile weltbekannte Brettspiel hat in der Zwischenzeit immer mehr an Ruhm gewonnen und auch immer mehr Spielerinnen und Spieler hinzugewinnen können. Sogar meine Kinder spielen (mit Beratung durch uns) mittlerweile begeistert mit. So gab es für mich keine Diskussion, als ich gesehen habe, dass der Spieleerfinder persönlich uns nun in Romanform teilhaben lässt, wie CATAN und dessen Universum “entstanden” ist.
Ich gestehe aber, dass ich kurz erschrocken war, als ich gesehen habe, wie viele Seiten das Buch eigentlich so hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Dann habe ich mir einen Tee gekocht, die Kerze angemacht (wie viel Klischee gibt es eigentlich 😀 ) und es sich mir mit dem Buch auf der Couch gemütlich gemacht:
Ich war einfach begeistert! Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und wurde entführt in eine altertümliche Welt der Wikinger. Die Charaktere kommen so natürlich nicht im gleichnamigen Spiel vor aber dennoch konnte ich die bildhaft vor mir sehen. Oft ist es ja bei Büchern von Autoren, die man eigentlich für andere Dinge kennt so, dass die Bücher einen eher ratlos als glücklich zurücklassen 😀
Klaus Teubner aber schafft es wirklich gekonnt die beiden Welten miteinander verschmelzen zu lassen und ein regelrechtes Kopf-Blockbuster-Kino entstehen zu lassen. Der Schreibstil war zwar an der ein oder anderen Stelle recht “schwer”, was dazu geführt hat, das bei mir der Lesefluss manchmal ein wenig ins Stocken geraten ist; generell aber bin ich noch immer hin und weg von der Kunst, die Teubner hier an den Tag gelegt hat.
Die Charaktere sind der Reihe weg sehr authentisch, sind dadurch sehr nahbar und greifbar. Eine Person hat mich auch nach Ende des Buches mit einem Fragezeichen zurückgelassen, aber auch solche Menschen muss es geben.
Einziges Manko an dem Buch ist für mich die Tatsache, dass es dem Autor nicht immer gelungen ist, mich in der Spannung und in der Geschichte zu halten, sondern mich manchmal durchaus auch mal “verloren” hat.
Ein weiterer Band der Reihe ist für 2023 geplant, von dem ich gespannt bin, ob mein zukünftiges Ich diesen auch wirklich lesen wird oder ob ich die Geschichte bis dahin wieder ein Stück weit vergessen habe: Denn ganz ehrlich: Für einen ReRead ist das Buch mir einfach zu dick. 😀
Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen und natürlich beim “Siedlern”.

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