Abgebrochen auf Seite 280
Es ist lange nicht mehr passiert. Nun war es aber mal wieder so weit: Ein Buch hat mich einfach nicht für sich einnehmen können. Wer meine Kanäle schon länger verfolgt, weiß, dass ich in den letzten Monaten das Romance – Genre für mich entdeckt habe. In der Zwischenzeit habe ich auch bemerkt, dass es hier viele qualitative Unterschiede gibt. Hier haben wir aber ein Buch, bei dem auf den ersten Blick eigentlich alles passte:
Das spannend gewählte Grund-Setting mit Themen wie familiärer Missbrauch, Mobbing, Erwartungsdruck von außen …. Hat mich sofort angesprochen. Walsh geht auch gekonnt mit den Themen um, die für einige Teile der Leserschaft (in Teilen auch für mich) sicherlich stark aufwühlende sein dürften. Die mich betreffenden Passagen waren sehr respektvoll formuliert und auch authentisch geschrieben.
Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Ich kann die Frage förmlich im Raum stehen sehen: Warum hat er das Buch dann abgebrochen? Um Eines vorweg zu nehmen: Ich lese oft und gerne auch dickere Bücher; manchmal vielleicht über mehrere Wochen hinweg und parallel nehme ich noch andere Bücher zur Hand, eine gewisse Dicke schreckt mich aber nicht ab. Bei dickeren Büchern bin ich auch gewillt ein wenig mehr Zeit zu geben, damit sie mich einfangen können. Aber, wie ihr an der Überschrift sehen könnt, habe ich so viel Seiten Zeit gelassen, dass ich auch ein anderes Buch (fast) komplett gelesen haben könnte.
Und hier nun die Sachen, die mich stören: In manchen Passagen konnte man meinen, dass „Schwanz“ der Spitzname eines Protagonisten ist, so oft, wie dieser betitelt wurde. Ich bin wahrlich nicht prüde und weiß guten Spice zu schätzen, aber hier war es mir einfach zu viel des Guten. Kleiner FunFact: Bisher ist es noch nicht einmal zum Vollzug irgendwelcher Tätigkeiten gekommen, weder sexueller noch romantischer Natur.
Hinzu kommt noch das erschreckend junge Alter der Protagonistin. Mir ist klar, dass auch junge Mädchen mit 15 Jahren nicht mehr nur mit Puppen spielen und durchaus auch und ganz natürlich die eigene Sexualität entdecken. Wenn ich aber die „Teaser“ bedenke, dir ich bereits durch die reinen Phantasien und Gespräche der Jungs im Buch bedenke, wäre das für mich einfach zu „hart“ (Sorry, da hätte ich auch ein anderes Wort nutzen können J).
Fazit:
Dieses Buch hat viele Fans und ich bin mir sicher einige haben auch schon den zweiten Band gelesen. Da ich diesem Buch hier nichts abgewinnen konnte, bleibt mir daher nur allen Fans viel Spaß zu wünschen. Ich bin bei der Nummer zumindest raus.

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