Mones Meinung: Das Leben ist zu kurz für diesen Scheiß

von Lea Blumenthal

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Bewertung: 4/5

Netter Ratgeber für Neulinge

Inhaltszusammenfassung laut Amazon:

Schluss mit Selbstoptimierung! Weniger macht glücklicher

Der neuer Anti-Ratgeber von der Autorin des Bestsellers „Mach’s wie die Möwe, scheiß drauf!“. Für alle, die ihr Leben verbessern wollen – ohne viel Aufwand, Motivation und Disziplin. Ganz nach dem Motto: Faul lebt es sich einfach zufriedener.

Zum #thatgirl und zurück

Gesünder essen? Häufiger die Treppe nehmen? Nur noch grünen Strom beziehen und aufs Fliegen verzichten? Lea Blumenthal hat viele gute Vorsätze, die sie aber leider nie umsetzt. Vom Leben eines „That Girls“ ist sie weit entfernt. 

  • That Girl: Menschen, meist junge Frauen, die um 5 Uhr morgens aufstehen, meditieren, Sport treiben, gesund essen und alle guten Vorsätze schon vor dem 1. Januar umsetzen.

Mithilfe ihrer Psychologenfreundin Tina (die aktuell für einen Halbmarathon trainiert, ansonsten aber sehr nett ist) ergründet Lea, was in ihrem und den Oberstübchen vieler anderer Menschen so abgeht. Sie probiert allerlei motivierende Kniffe aus der Coachingkiste und schafft es sogar, einige Dinge konsequent umzusetzen, die sie sich vornimmt. 

Für eine Weile ernährt sie sich gesünder, steht morgens früher auf, nimmt die Treppe und führt regelmäßig achtsam Dankbarkeitstagebuch. Bis sie eines Tages merkt: Sich ein Leben lang selbst zu optimieren kann einfach nicht der Schlüssel zum Glück sein. Und interessanterweise kommen faule Menschen meist ebenso gut ans Ziel…

So verbessert sich Ihr Leben, wenn Sie aufhören, sich ständig selbst zu verbessern

Lea Blumenthal hat versucht, sich selbst zu optimieren, damit Sie es nicht tun müssen. Mit „Das Leben ist zu kurz für diesen Scheiß“ hat sie einen humorvoller Anti-Ratgeber mit vielen biografischen Anekdoten und leicht verständlichen psychologischen Hintergründen geschrieben. 

Das perfekte „Selbsthilfebuch“ für Gegner*innen der ständigen Selbstoptimierung, das zeigt: Mit mehr Gelassenheit lebt es sich besser!

Mone meint:

Dieser Anti-Ratgeber ist für diese Art Literatur wirklich was Besonderes. Mittlerweile ist es ja Gang und Gebe, dass Beispiele in Sachbüchern zu regelrechten kleinen Romanen ausgearbeitet wurden. Diese Art des Storytellings gefällt mir meist aber nur bis zu einem gewissen Grad. Sind es zu viele Passagen, bin ich offen gesprochen eher entnervt. Gerade in Ratgebern auf die ein Fakt in 30 Beispielen belegt werden soll, frage ich mich manchmal – Achtung Bösartig – ob den Autoren einfach nichts mehr eingefallen ist, was sie mir eigentlich mitgeben wollen würden.

Nun habe ich dieses Buch aufgemacht und bin direkt über die Art der Geschichte gestolpert. Dieses Buch ist keine sachliche Aufzählung, sondern ein Roman (eventuell auch eine Biographie?), der an einem Silvesterabend beginnt, wie wir in alle wahrscheinlich kennen dürften: Man sitzt mit Freunden nett zusammen, schaut auf das Ergebnis das Wachs- oder Bleigießens und dann beginnt man sich über die Vorsätze für das nächste Jahr an auszutauschen. Hier kommt aber noch hinzu, dass die Autorin mit ihren Freunden wettet, wer es schafft seine oder ihre Vorsätze auch wirklich durchzuziehen. Mehr werde ich handlungstechnisch nicht verraten.

Blumenthal gelingt es auf diese Art und Weise überraschend gut die Mischung aus „beibringen“ und „erzählen“ an den Tag zu legen, die auch mich hat an der Stange bleiben lassen. Lustigerweise habe ich mich stellenweise sogar dabei erwischt, dass ich regelrecht „mitgefiebert“ habe, wie es mit der Wette wohl weitergehen würde. Schon lustig, irgendwie …

Inhaltlich konnte das Buch mir leider nicht sehr viel Neues verraten. Die Tipps, die Blumenthal in diesem Buch gut verpackt hat, sind einfach schon oft aufgeführt worden in der Ratgeberliteratur. Die lockere Art und Weise aber, war das, was dieses Buch für mich doch zu einem guten Buch gemacht hat.

Fazit:

Dieses Buch ist nicht unbedingt geeignet für jemanden, der schon viele Bücher dieses Genres gelesen hat, aber in meinen Augen ein perfektes Einsteigerbuch.


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